Das Motto des aktuellen Gemeindebriefs

Ausgabe Juni-Juli 2021

Die Konfirmation

Die Konfirmation ist das Motto der Juni / Juli Ausgabe, nachzulesen hier auf der Seite unten, oder im PDF des gesamten Gemeindebriefes.

Konfirmation in besonderen Zeiten

35 Konfirmandinnen und Konfirmanden feiern im Juli das Fest des Glaubens

 

Was ist das eigentlich, die Konfirmation?

„Es gibt jede Menge Geschenke, einen feierlichen Gottesdienst in der Kirche und ein großes Fest mit der ganzen Familie“, antworten Konfirmand*innen. Religionspädagog*innen und Seelsorger*innen sagen: „Die Konfirmation ist ein Schwellenritual. Jugendliche lassen ihre Kindheit hinter sich und treten ein in die Welt der Erwachsenen. Um diese Herausforderung gut zu meistern, brauchen sie Wertschätzung, Wissen und Rückhalt.

Die Konfirmation ist im Lauf des Lebens ein Höhepunkt familiärer Wertschätzung! Die ganze Familie kommt zusammen, sie feiert ein Fest zur Ehre der Konfirmandin oder des Konfirmanden. Es gibt reichlich Geschenke und gute Wünsche. Wertschätzung erfahren die „Konfis“ auch im Konfirmandenunterricht und im Gottesdienst – jedenfalls ist dies das Anliegen der Pfarrer*innen und der Gemeinde. Den Konfis in diesem Jahrgang unser Ansehen ganz zu schenken, war gar nicht so einfach! Größtenteils haben wir uns in onlineKonferenzen getroffen und nur die Oberkörper und Gesichter voneinander gesehen, manchmal waren nur die Namen zu lesen. Wir mussten darauf vertrauen, dass wir einander zuhören, auch wenn wir uns nicht von Angesicht zu Angesicht sehen.

Im Jahr der Konfirmation geht es darum, sein Wissen über den Glauben zu vertiefen und sich Fragen zu stellen: Teile ich die Werte, für die Jesus gelebt hat? Wie stehe ich zu Nächstenliebe, Barmherzigkeit, Gerechtigkeit? Sind sie ein Kompass für mein Leben? Möchte ich JA sagen zu dem Bund, den Gott mit mir bei der Taufe geschlossen hat? Bei den meisten Konfirmand*innen waren es die Eltern und Pat*innen, die bei ihrer Taufe erklärt haben: „Ja, ich möchte, dass mein Kind im christlichen Glauben aufwächst.“ Mit der Konfirmation werden die nun 14-Jährigen vor dem Gesetz religionsmündig. Mit ihrem „Ja“ bei der Konfirmation werden sie in die Gemeinde der Erwachsenen aufgenommen. Sie können Patin oder Pate werden.

Um gut erwachsen zu werden, braucht es Rückhalt von vielen Seiten. Gott verspricht seinerseits bedingungslosen Rückhalt: „Wohin du auch gehst, was immer du tust. Ich verlasse dich nicht. Du bleibst mein geliebter Sohn, meine geliebte Tochter.“ Das Versprechen Gottes wird im Segen mit Handauflegung spürbar und hörbar. Die „Einsegnung“ der Konfirmand*innen ist darum ein Höhepunkt der Konfirmation. So ist die Konfirmation eine wichtige Wegmarke im Glauben eines jungen Menschen. Sie ist hoffentlich nicht das Ziel. Denn „das Leben ist nicht ein Frommsein, sondern ein Frommwerden, … es ist nicht das Ende, es ist aber der Weg.“ (Martin Luther)

Konfirmanden-Unterricht in Zeiten von Corona

„Hut ab vor den Konfirmand*innen!“ Die Pfarrer*innen im Westen sind sich einig: Wir haben tolle Konfis! Aufgeschlossene, wache und kluge junge Leute, die stark gestartet sind und ein unglaubliches Durchhaltevermögen an den Tag legen. Im November haben sie mit Jugendreferent David Oloff Orte jüdischen Lebens in Stuttgart aufgesucht, die Stolperstein-Initiative kennengelernt und am Buß- und Bettag zu diesem Thema einen eindrücklichen Gottesdienst gestaltet. Mehr gemeinsame Aktionen der drei Konfi-Gruppen des Westens gab es coronabedingt in diesem Jahr nicht. Leider. Höhepunkte der Konfirmanden-Zeit, wie die Freizeit, die Konfi-Samstage, Kirchturmabseilen, Besuch in der Vesperkirche, Waffeln backen beim Advents-Bazar … ausgefallen! Stattdessen überwiegend online-Unterricht und der Versuch, ihn kreativ zu gestalten: sich austauschen über Gott und die Welt, ein Hörspiel produzieren, VideoClips schauen, sich vom „Konfi-Checker“ belehren lassen, Bibel teilen, den Taufgottesdienst für den Mitkonfirmanden gestalten, Jesus als Influencer sprechen lassen und selbst ein Follower sein. Und wie schon gesagt: Vertrauen, dass hinter dem Namen eine*r steckt, die* erhört.

Wie geht es weiter?

Anfang Juli feiern wir die Konfirmation. Ob die ganze, große Familie dabei sein kann, werden die Konfirmand*innen und ihre Eltern je nach CoronaLage entscheiden. Schicke Kleidung und Frisuren verstehen sich von selbst. Von A (wie „Aufregend“) bis Z (wie „Zusammenhalt“) wird es – so oder so – ein besonderer Tag! Eltern, Paten, Großeltern werden Dankbarkeit und Stolz empfinden, wenn ihre Töchter und Söhne in den Gottesdienst einziehen. Sie werden sich an High Heels und Schlips erinnern, die sie selbst bei ihrer Konfirmation oder Firmung getragen haben, und an die Frage nach dem Glauben, die sich seither vielleicht verändert hat. Ab September sind die Konfirmand*innen eingeladen, im „Trainee-Programm“ der WestGemeinde nachzuholen, was bis zur Konfirmation nur begrenzt möglich war: Spaß und Action mit Gleichaltrigen. Das freiwillige Schulungsprogramm befähigt, künftig im Waldheim, bei Konfi-Freizeiten und den Konfi-Club mitzuleiten. Wir hoffen und freuen uns, wenn möglichst viele Konfirmierte daran teilnehmen wollen. [AR]

Anmeldung zur Konfirmation

Der neue Konfirmandenjahrgang startet nach den Sommerferien für alle, die dann die 8. Klasse besuchen oder 13-14 Jahre alt sind. Herzlich laden wir die angehenden Konfirmand*innen und ihre Eltern zu den Informationsabenden an den drei Kirchtürmen ein:

Dienstag, 13. Juli, 19 Uhr in der Johanneskirche mit Pfarrer Christoph Dinkel,

Mittwoch, 14. Juli, 18 Uhr in der Pauluskirche mit Pfarrerin Sabine Löw,

Mittwoch, 14. Juli, 19 Uhr im Paul-Gerhardt-Zentrum mit Pfarrerin Astrid Riehle.

Wer bei uns in der Mitgliedsdatei verzeichnet ist, erhält nach den Pfingstferien die Anmeldeunterlagen per Post. Wer keine Post erhält, bekommt die Unterlagen beim jeweiligen Informationsabend. [CD