Pauluskirche

Kurzer Abriss der Geschichte der Pauluskirche


24. Mai 1892

Gründung der Paulusgemeinde. Gottesdienste fanden im Johannes-Gemeindehaus in der Reuchlinstraße statt

22. Oktober 1891

wurde das Gelände westlich des Bismarckplatzes erworben

25. September 1895

Baubeginn an der Pauluskirche

17. April 1898

Einweihung im Beisein des württembergischen Königs

25. Juli 1944

Zerstörung der Pauluskirche (zunächst Gottesdienste in St. Elisabeth)

25. September 1949

Einweihung der Notkirche am Leipziger Platz

19. Dezember 1959

Grundsteinlegung der neuen Pauluskirche

24. September 1961

Einweihung der neuen Pauluskirche

1. Dezember 2019

Die Pauluskirche gehört zur Evangelischen Kirchengemeinde Stuttgart-West

Pauluskirche

  • add Die alte Pauluskirche

    Die alte Pauluskirche, zerstört 1945

    Am 4. Juni 1896 wurde der Grundstein der alten Pauluskirche gelegt und schon ein Jahr darauf am 24. Juni 1897 Richtfest gefeiert.

    Die Einweihung am 17. April 1898 wurde im Beisein des württembergischen Königs gefeiert.

    Mit dem vom König überreichten Schlüssel öffnete Stadtpfarrer Theodor Traub das Hauptportal mit den Worten: "Ich öffne nun das Tor im Namen Jesu, des Heilands, der die Mühseligen zu sich lädt; des Sohnes, dessen Wahrheit frei macht; des Meisters, der Liebe geübt und geboten. Wie wir jetzt einziehen zu der harrenden Gemeinde, so verhelfe der Herr Jesus uns und allen, die ein- und ausgehen, dereinst zum Eingang in die Wohnungen des Vaters."

  • add Zerstörung im zweiten Weltkrieg

    Nach der Zerstörung 1945

    In den Morgenstunden des 25. Juli 1944 wurde die Kirche schwer von Bomben getroffen.

    Der ehemalige Pauluspfarrer Eberhard Decker schreibt: "Die dunklen Mauern der Kirche waren eingetaucht in ein Meer von Feuer. Der steile Turmhelm mit seinen 25 Meter langen Balken war eine einzige Riesenfackel, die ihre züngelnden Flammen weit hinauf in den nächtlichen Himmel sandte."

    Erste Zuflucht für die Gottesdienste war die Elisabethenkirche, später dann zwei Räume im Erdgeschoss des Pfarrhauses. Am Sonntag, den 4. März 1945 fiel der Rest der Pauluskirche den Bomben zum Opfer. Allein die Sakristei und das Sitzungszimmer blieben verschont. 80 Stühle und ein Harmonium waren noch vorhanden. Trotzdem konnte vierzehn Tage später hier Konfirmation gehalten werden.

  • add Die Paulus-Notkirche

    Am 11. Dezember 1947 beschloss die Gesamtgemeinde den Bau einer Notkirche am Leipziger Platz. Ein Großteil der Außenmauern der Notkirche wurde mit Trümmer- und Bruchsteinen der Kirchenruine erstellt.

    Am 25. September fand die Einweihung statt. Die Notkirche wurde für mehr als ein Jahrzehnt die Heimat der Paulusgemeinde.

    Im April 1973 wurde die Notkirche der griechisch-orthodoxen Gemeinde überlassen. Inzwischen hat sie sich zu einer orthodox ausgestatteten Kirche für unsere orthodoxen Mitchristen in Stuttgart entwickelt.

  • add Der Wiederaufbau

    Im Herbst 1956 fand für den Kirchenneubau ein Architektenwettbewerb statt. Über 60 Bewerber reichten ihre Entwürfe ein. Keiner der Entwürfe erinnerte noch im Entferntesten an die alte Pauluskirche.

    Der Entwurf des Büros Rall & Röper erhielt den ersten Preis und wurde auch umgesetzt. Um das umfangreiche Raumprogramm umzusetzen und auch das Geländegefälle an der Bismarckstraße als sogenanntes Hanggeschoss zu nutzen, wurde die Achse der Kirche um 90 Grad gedreht (jetzt Nord-Süd-Richtung).

    Am 4. Advent , dem 19. Dezember 1959 fand die Grundsteinlegung statt. Im November 1960 wurde Richtfest gefeiert und im Frühjahr 1961 wurde der letzte Teil des ganzen Komplexes, der Kindergarten, im Bereich der einstigen Freitreppe fertig gestellt.

    Am 24. September 1961 fand die Einweihung der neuen Pauluskirche statt. "Es mögen wohl mehr als 2000 Menschen gewesen sein, die am Sonntagvormittag den Platz vor der neuen Stuttgarter Pauluskirche säumten, um das festliche Ereignis für den westlichen Stadtteil der Landeshauptstadt mitzuerleben..." so schrieb damals die Stuttgarter Zeitung.